DIE WICHTIGSTEN SYMPTOME, DIE WIR BEHANDELN

Die Mehrheit unserer Patienten leidet an mindestens zwei Symptomen

  • Erhöhte Harnfrequenz / plötzlicher Harndrang / verzögertes Wasserlassen
  • Schmerzen beim Sitzen
  • Schmerzen im Rektum / Damm
  • Genitale Schmerzen (im Penis beim Mann, in der Vagina bei der Frau)
  • Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen oder Linderung nach dem Stuhlgang
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Schmerzen im Steißbein / unteren Rücken
  • Verschlimmerung der Schmerzen durch Stress
  • Heiße Bäder und Wärme sind hilfreich
  • Durch die Symptome bedingte Depressionen / Ängste
  • Symptome schränken die Lebensqualität ein
  • Übliche Behandlungen helfen nicht
  • Medizinische Untersuchungen finden keine Diagnose

BECKENBODENMUSKULATUR

DIE BEHANDLUNG VON BECKEBODENMUSKULATUR MIT DEM WISE-ANDERSON-VERFAHREN

Das Wise-Anderson-Verfahren, das ursprünglich in der Abteilung für Urologie an der Universität Stanford entwickelt wurde, widmet sich der Behandlung von Beckenbodenfunktionsstörungen. Die Ergebnisse unseres Behandlungsverfahrens wurden in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht. Eine große Mehrheit der Patienten, die unsere Methode unserer Anleitung gemäß anwendeten, erzielte eine Besserung.

 

DER GRUND FÜR DIE VERWIRRUNG: DIE VERWENDUNG VERSCHIEDENER NAMEN FÜR BECKEBODENFUNTIONSSTÖRUNGEN, JE NACHDEM, OB EIN UROLOGE, EIN GASTROENTEROLOGE, EIN KOLOREKTALCHIRURG ODER EIN GYNÄKOLOGE DIE DIAGNOSE ERSTELLT

Menschen, die an Beckenschmerzen leiden, erhalten oft verschiedene Diagnosen und Behandlungen, je nachdem, welcher Fachrichtung der Spezialist angehört, den sie aufsuchen. Dies stiftet sowohl bei Patienten als auch bei Ärzten Verwirrung. Hier sind einige der üblichen Namen für eine Beckenbodenfunktionsstörung:

  • Chronische beckenschmerzen
  • Chronisches beckenschmerzsyndrom (cbss)
  • Levator-ani-syndrom
  • Dyspareunie
  • Kokzygodynie (schmerzen im steissbein)/chronische schmerzen im rektum
  • Chronische proktalgie
  • Prostatitis/nicht-bakterielle prostatitis
  • Prostatodynie
  • Interstitielle zystitis

Patienten mit einer Beckenbodenfunktionsstörung erscheinen ganz normal, und die Ergebnisse üblicher bildgebender Verfahren und Blutuntersuchungen sind gewöhnlich unauffällig. Darum hören Patienten oft, es sei bei ihnen alles in Ordnung, wobei die Ärzte, die ihnen diesen Bescheid geben, kaum etwas von muskelbezogenen chronischen Beckenschmerzen wissen oder verstehen.

EINE BECKENBODENFUNKTIONSSTÖRUNG IST SOWOHL EINE LOKALE ALS AUCH EINE SYSTEMISCHE ERKRANKUNG

Hilfe für ihr Leiden und eine Linderung der damit verbundenen, oft verwirrenden und besorgniserregenden Symptome – das ist es, was Patienten mit einer Beckenbodenfunktionsstörung sich von einer Behandlung versprechen, wenn sie einen Arzt aufsuchen. Herkömmliche Therapien beruhen jedoch fast immer auf Missverständnissen über Beckenbodenfunktionsstörungen. Die Heilmittel, die sie anbieten, wirken im besten Fall nur teilweise und kurzfristig, und Maßnahmen wie chirurgische Eingriffe oder gewisse Injektionen können das Problem noch verschlimmern.

Der grundsätzlich Irrtum, auf dem herkömmliche Behandlungen der Beckenbodenfunktionsstörung beruhen, besteht darin, dass man nicht begriffen hat, dass es sich bei dieser Erkrankung sowohl um ein systemisches als auch um ein lokales Problem handelt – systemisch, weil das Nervensystem, das typisch oft erregt ist, die Beckenmuskulatur chronisch anspannt. Wir haben es außerdem mit einem lokalen Problem zu tun, weil chronische Sorgen, Ängste und nervöse Erregung bei bestimmten Menschen zu lokalen Schmerzen und einer Funktionsstörung der Beckenmuskulatur führen. Ohne eine wirksame Behandlung beider Aspekte besteht die Beckenbodenfunktionsstörung fort.

Unsere 6-tägige Intensivbehandlung, die wir das ganze Jahr hindurch anbieten, widmet sich sowohl den lokalen als auch den systemischen Dimensionen der Beckenbodenfunktionsstörung: Wir schulen unsere Patienten in einer den neusten Kenntnissen entsprechenden internen und externen physiotherapeutischen Selbstbehandlung (lokale Behandlung) und üben mit ihnen täglich unsere Entspannungsmethode, die sogenannte paradoxe Entspannung, die zum Ziel hat, die Erregung des Nervensystems zu reduzieren.

WARUM EINE BECKENBODENFUNKTIONSSTÖRUNG CHRONISCH WIRD

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Tension-anxiety-pain-protective guarding self-feeding cycle

Einer der Gründe für die Schwierigkeiten der traditionellen Medizin bei der Behandlung der Beckenbodenfunktionsstörung ist die Tatsache, dass sie den Kreislauf von Anspannung-Ängsten-Schmerzen-Schutzverhalten nicht kennt und sich darum nicht damit befasst.

Die durch die chronische Kontraktion des Beckens verursachten Schmerzen lösen im Körper einen Überlebensinstinkt aus, der bezweckt, sich gegen die Beckenschmerzen zu schützen – Es handelt sich um denselben Instinkt, der die Muskeln in unserem Körper dazu veranlasst, die Hand reflexartig zurückzuziehen, wenn wir unabsichtlich eine heiße Herdplatte berühren. Auf ähnliche Art und Weise reagieren die Beckenmuskeln auf Schmerzen im Becken, indem sie sich anspannen, um sich gegen sie zu schützen.

Aber im Gegensatz zum Reflex, der uns dazu veranlasst, die Hand von einer heißen Herdplatte zurückzuziehen, was uns tatsächlich schützt, stellt der Reflex, die Beckenmuskeln gegen Schmerzen im Becken anzuspannen, eine Funktionsstörung dar, weil sich etwas anspannt, das bereits verkrampft ist, was die Schmerzen in der Regel noch verstärkt.

Das wunde und schmerzende Becken reagiert in der Regel auf Ängste. Ängste führen zu noch stärkerer Verkrampfung, erhöhen die Aktivität in den Triggerpunkten, was wiederum mehr Schmerzen verursacht, die den Schutzreflex auslösen, was zu mehr Ängsten führt, und so erhält sich der Zyklus selbst aufrecht.

DAS ZIEL DES WISE-ANDERSON-VERFAHRENS IST DIE BEFÄHIGUNG DES PATIENTEN, AUS DIESEM ZYKLUS AUSZUBRECHEN

Die therapeutische Strategie des Wise-Anderson-Verfahrens konzentriert sich auf das Durchbrechen des oben beschriebenen Kreislaufs von Anspannung-Ängsten-Schmerzen-Schutzverhalten. Wir erreichen dies, indem wir uns sowohl mit den körperlichen als auch den geistigen Dimensionen der Beckenbodenfunktionsstörung befassen. Auf körperlicher Ebene lehren wir unsere Patienten, ihre Fähigkeit, die Beckenmuskulatur zu entspannen und bewusst anzuspannen, wieder zu erlangen, indem sie innerhalb und außerhalb der Muskeln unsere Triggerpunkt- und Myofaszialtherapie anwenden. Auf geistiger Ebene bringen wir den Patienten bei, wie sie ihr Nervensystem beruhigen und ihre Beckenmuskeln durch paradoxe Entspannung lockern können.

DAS WISE-ANDERSON- VERFAHREN

Eine 6-tägige Intensivbehandlung

Wir begannen 1995 an der Universität Stanford mit der Behandlung von Patienten mit verschiedenen Beckenbodenfunktionsstörungen im Rahmen herkömmlicher Arztpraxisbesuche. Im Jahr 2003 nahmen wir eine Umgestaltung unserer Therapie vor und bieten diese seither als eine 6-tägige Intensivbehandlung in einer Privatpraxis in Santa Rosa, Kalifornien an. Die jeweils auf 14 Patienten beschränkte und das ganze Jahr hindurch angebotene Intensivbehandlung hat sich seither weiter entwickelt und implementiert nun das Wise-Anderson-Verfahren, eine Therapiemethode, die darin besteht, dass wir Patienten beibringen, wie sie ihre chronisch verkrampfte Beckenbodenmuskulatur täglich selber rehabilitieren und ihre Ängste reduzieren können. Das Wise-Anderson-Verfahren, das von Patienten nach einer entsprechenden Schulung durch uns täglich zu Hause als Selbstbehandlung angewendet wird, hat inzwischen vielen Menschen ihr Leben zurückgegeben. Unsere Selbstbehandlungsmethode hat zum Ziel, Patienten soweit zu helfen, dass sie künftig nicht mehr auf zusätzliche ärztliche Hilfe angewiesen sind. Seit über zehn Jahren dokumentieren wir die Ergebnisse, die wir durch die Schulung von Patienten in unserer Selbstbehandlungsmethode erzielt haben, durch entsprechende Forschungsstudien.

Weitere Informationen finden Sie unter ‘Intensivbehandlung’. Bitte klicken Sie hier.

For questions about cost and eligibility please fill out the form below, email us at [email protected] or contact our office at +1 (707) 332-1492.

 

SYMPTOME EINER BECKENBODENFUNKTIONSSTÖRUNG

(Die Mehrheit unserer Patienten leidet an mindestens zwei Symptomen)

  • Eine Dysurie kann sehr schmerzhaft sein; sie macht das Urinieren zur Qual und löst zusätzliche Schmerzen aus
  • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen ist/sind oft beunruhigend und mit einer Beckenbodenfunktionsstörung verbunden
  • Manchmal empfindet der Patient keine Schmerzen während des Urinierens, nur danach
  • Wenn die chronische Verkrampfung und myofasziale Anspannung der Beckenmuskulatur sich gelöst haben, verschwindet die Dysurie ebenfalls

  • Eine Nykturie wird oft zu einem großen Problem, weil sie den Schlaf der Betroffenen so gravierend stört, dass sie dauernd erschöpft sind
  • Auf Schlafmangel beruhende Erschöpfung kurbelt den Kreislauf von Anspannung, Schmerzen, Schutzhaltung und Ängsten an

  • Sitzen ist bei Beckenschmerzen oft mit großem Leiden und Ängsten verbunden; dies wirkt sich auf alle Aspekte eines normalen Lebens aus
  • Sitzen kann Beschwerden/Schmerzen/Symptome entweder auslösen oder verschlimmern, und diese können entweder vorne oder hinten im Becken oder im ganzen Beckenbereich auftreten
  • Schmerzen beim Sitzen sind in der Regel am morgen milder, nehmen jedoch im Verlauf des Tages zu und können bis in die Nacht hinein andauern
  • Patienten halten in Restaurants häufig nach gepolsterten Sitzplätzen Ausschau, weil das Sitzen für sie so unangenehm ist
  • Schmerzen beim Sitzen können das Zusammensein mit Freunden oder Angehörigen zur Qual machen
  • Es ist schwierig, auch nur kurze Distanzen zu fliegen oder zu fahren, ohne dass Schmerzen auftreten
  • Manchmal werden Patienten auf die Dauer arbeitsunfähig, wenn ihre Arbeit mit Sitzen verbunden ist

  • Bei Frauen sind Schmerzen in der Vagina auf der rechten oder linken Seite verbreitet
  • Schmerzen in der Vulva gehen manchmal mit Beckenschmerzen einher
  • Wir haben bei Patienten mit muskelbezogenen Beckenschmerzen beobachtet, dass Schmerzen im Genitalbereich in der Regel vom vorderen Muskel des Levator ani zum Beckenboden ausgestrahlt werden

  • In der Fachliteratur wird dieses Symptom selten erwähnt, wenn es unabhängig von Hemorrhoiden oder Analfissuren auftritt; unserer Meinung nach kommt es jedoch häufig vor
  • Eine Linderung der Symptome nach dem Stuhlgang tritt dann ein, wenn sich die verspannten Beckenmuskeln nach der Entleerung des Darms entspannen
  • Beschwerden nach dem Stuhlgang sind dann besonders beunruhigend, wenn dadurch für den Rest des Tages noch stärkere Symptome ausgelöst werden
  • Der Mechanismus der Stuhlentleerung involviert typischerweise das Auffüllen des Rektums mit Stuhl. Dies sendet dem inneren Analsphinkter und dem „Schambein-Mastdarm-Muskel” (Musculus puborectalis) ein Signal, sich zu entspannen, und löst die Empfindung von Stuhldrang aus
  • Nachdem der Stuhl durch den entspannten Analsphinkter gestoßen und vom Körper eliminiert wurde, schließt der innere Analsphinkter sich reflexartig wieder.
  • Wir vertreten die Ansicht, dass der Analspinkter einer Person mit Beckenschmerzen, deren Symptome sich nach dem Stuhlgang verschlimmern, dazu neigt, sich „übermäßig zu schließen”.
  • Das heißt, er spannt sich im Vergleich zu seinem Tonus vor dem Stuhlgang noch mehr an und scheint sich manchmal schmerzhaft zu verkrampfen
  • Schmerzen nach dem Stuhlgang scheinen weniger oft vorzukommen, wenn jemand entspannt ist und nicht in Eile, – was auch immer auf der Toilette zu einem entspannteren Zustand führt, könnte also diese Symptome vermindern.
  • Schmerzen nach dem Stuhlgang verschwinden in der Regel, wenn sich die ganze chronische Anspannung des Beckenmuskels löst

  • In der Fachliteratur wird dieses Symptom selten erwähnt, wenn es unabhängig von Hemorrhoiden oder Analfissuren auftritt; unserer Meinung nach kommt es jedoch häufig vor
  • Eine Linderung der Symptome nach dem Stuhlgang tritt dann ein, wenn sich die verspannten Beckenmuskeln nach der Entleerung des Darms entspannen
  • Beschwerden nach dem Stuhlgang sind dann besonders beunruhigend, wenn dadurch für den Rest des Tages noch stärkere Symptome ausgelöst werden
  • Der Mechanismus der Stuhlentleerung involviert typischerweise das Auffüllen des Rektums mit Stuhl. Dies sendet dem inneren Analsphinkter und dem „Schambein-Mastdarm-Muskel” (Musculus puborectalis) ein Signal, sich zu entspannen, und löst die Empfindung von Stuhldrang aus
  • Nachdem der Stuhl durch den entspannten Analsphinkter gestoßen und vom Körper eliminiert wurde, schließt der innere Analsphinkter sich reflexartig wieder.
  • Wir vertreten die Ansicht, dass der Analspinkter einer Person mit Beckenschmerzen, deren Symptome sich nach dem Stuhlgang verschlimmern, dazu neigt, sich „übermäßig zu schließen”.
  • Das heißt, er spannt sich im Vergleich zu seinem Tonus vor dem Stuhlgang noch mehr an und scheint sich manchmal schmerzhaft zu verkrampfen
  • Schmerzen nach dem Stuhlgang scheinen weniger oft vorzukommen, wenn jemand entspannt ist und nicht in Eile, – was auch immer auf der Toilette zu einem entspannteren Zustand führt, könnte also diese Symptome vermindern.
  • Schmerzen nach dem Stuhlgang verschwinden in der Regel, wenn sich die ganze chronische Anspannung des Beckenmuskels löst

  • Das Schlimmste an Beckenschmerzen ist der Katastrophengedanke, dass diese nie wieder weggehen werden
  • Die Aufmerksamkeit der meisten Patienten mit chronischen Beckenschmerzen konzentriert sich ganz auf ihre Schmerzen
  • Ängste und Katastrophengedanken lenken vom Leben ab und führen dazu, dass sich der Patient eine Zukunft ausmalt, die nicht zumutbar ist
  • Obwohl wir Patienten mit der Diagnose IC als Gruppe nicht spezifisch studiert haben, wissen wir, dass Ängste und emotionale Erregbarkeit wesentliche Merkmale von IC-Patienten sind. Wir gehen darum davon aus, dass unser Verfahren mit seinem Fokus auf der Verringerung der Erregung des Nervensystems diesen Patienten wesentlich helfen kann.

  • Schlafstörungen treten häufig auf
  • Die Patienten erwachen entweder, weil sie urinieren müssen, oder weil sie Schmerzen oder Angstzustände haben
  • Wir haben eine wissenschaftliche Arbeit über den früh-morgendlichen Anstieg des Kortisolspiegels bei Patienten mit Beckenschmerzen geschreiben. Cortisol and Men with Chronic Prostatitis – American Urological Association Poster 2007

  • Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit sind die tatsächlichen Quellen des Leidens für Menschen mit chronischen Beckenschmerzen
  • Die Hilflosigkeit rührt von der Unfähigkeit des Patienten her, die an seiner Energie zehrenden und beängstigenden Schmerzen/Beschwerden zu stoppen
  • Hoffnungslosigkeit ist die Folge einer fehlenden Lebensperspektive – der Patient sieht nichts am Horizont, das ihm helfen könnte

  • Verstärkte Beschwerden Stunden oder am Tag nach dem Geschlechtsverkehr treten bei Männern und Frauen häufig auf
  • Wir erklären uns das häufige Auftreten von Beschwerden während oder nach dem Geschlechtsverkehr bei Männern und Frauen mit chronischen Beckenschmerzsyndromen folgendermaßen:
  • Während des Geschlechtsverkehrs verstärkt sich die Erregung des Nervensystems erheblich
  • Ein Orgasmus löst starke Kontraktionen des Beckens, der Prostata und der Samenblasenmuskeln aus, die ungefähr einmal pro Sekunde erfolgen
  • Der Vergnügungskrampf des Orgasmus in der Form einer Reihe verstärkter Kontraktionen während des Orgasmus spannt die Beckenmuskulatur zusätzlich an
  • Diese verstärkte Anspannung zieht einen bereits verkrampften Bereich vorübergehend noch mehr zusammen. Darum bringt ein Orgasmus den Patienten oft über die Symptomschwelle
  • Wenn unsere Patienten lernen, die Muskeln des Beckenbodens zu entspannen, sind sie in der Regel in der Lage, diese verstärkte Muskelkontraktion wahrzunehmen
  • Nach einer bestimmten Zeitspanne (von Stunden bis Tagen oder Wochen) entspannen sich die Beckenmuskeln, deren Tonus nach dem Orgasmus erhöht war, und kehren auf ihr Ausgangsniveau zurück
  • Außerdem stellt sich der normale Spannungszustand des Beckenbodens wieder ein (der bei einem Menschen mit chronischem Beckenschmerzsyndrom mit einem gewissen Ausmaß an Schmerzen und Beschwerden einhergeht)
  • Aus diesem Grund empfehlen wir häufigeren Geschlechtsverkehr nicht (obwohl dies unseren männlichen Patienten von Ärzten oft empfohlen wurde), wenn jemand nach dem Geschlechtsverkehr vermehrt Symptome hat

  • Sowohl gewöhnliche Stressfaktoren als auch außergewöhnlicher Stress führen häufig zu einer Verschlimmerung der Symptome
  • Wenn Stress der Auslöser der Beckenschmerzen war, neigt dieser Stress außerdem dazu, den Kreislauf von Anspannung-Ängsten-Schmerz-Schutzhaltung in Gang zu setzen, der danach aktiviert bleibt, auch wenn der Stress vorbei ist

  • Da sexuelle Aktivität entweder während oder nach dem Geschlechtsverkehr schmerzhaft sein kann, erfolgt häufig ein konditionierter Rückzug von sexuellen Aktivitäten, um Schmerzen zu vermeiden
  • Diese Ängste können zu Schwierigkeiten beim Aufrechterhalten einer Erektion führen, was Probleme in bestehenden Beziehungen und bei neuen Bekanntschaften verursachen kann, vor allem bei jüngeren Patienten
  • Angst vor dem Geschlechtsverkehr ist unserer Meinung nach der Hauptgrund für sexuelle Leistungsängste und was “medikalisiert” als erektile Dysfunktion bezeichnet wird
  • Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Ängste und die damit verbundene sogenannte ‘erektile Dysfunktion’ auflösen, wenn die Beckenschmerzen verschwinden

WAS VORÜBERGEHEND HELFEN KANN:

  • Heißes Wasser oder Wärme bringen häufig vorübergehend Hilfe
  • Bei kaltem Wetter flackern die Symptome bei manchen Patienten auf

  • Die sogenannten Benzodiazepine sind Medikamente, die die Symptome oft ein paar Stunden lang lindern können; sie sind hilfreich, wenn sie gekonnt eingesetzt werden
  • Benzodiazepine machen jedoch süchtig, und wenn sie regelmäßig gegen Beckenschmerzen eingenommen werden, können sie ihre Wirkung verlieren
  • Benzodiazepine machen müde und sollten nicht verwendet werden, wenn man Auto fährt oder Tätigkeiten ausübt, die Reaktionsfähigkeit und Wachsamkeit erfordern

  • Kurze Schlafperioden während des Tages oder ein Urlaub helfen manchmal, die Schmerzen zu lindern